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Implantologie

Sprechen, Essen und Lachen – unsere Zähne brauchen wir nicht nur, um kraftvoll in einen Apfel zu beissen. Sie sind auch eine „Visitenkarte“ im Gesicht. Darum sollten künstliche Zähne genauso gut funktionieren wie die eigenen, mindestens ebenso gut aussehen – und möglichst nicht zu erkennen sein. Mit herkömmlichem Zahnersatz lässt sich dieser Wunsch jedoch oft nicht erfüllen. Seit vielen Jahren gibt es allerdings eine komfortable Alternative: IMPLANTATE.

Seit ca. 40 Jahren werden Implantate eingesetzt. In Deutschland wurden in 2005 etwa 500.000 Implantate eingepflanzt. Implantatbehandlungen zeichnen sich durch hohe Erfolgsprognosen über lange Zeit aus. Studien vieler nationaler und internationaler Universitäten belegen beeindruckende Langzeitbehandlungsergebnisse. Mehr als 90% der gesetzten Implantate sind in der Regel auch noch nach 10 Jahren in perfektem Zustand.

Was ist eigentlich ein Implantat?

Implantate sind künstliche Zahnwurzeln aus Titan, die in den Ober- oder Unterkiefer „eingepflanzt“, das heißt chirurgisch eingesetzt werden. Das Implantat übernimmt dabei die Funktion der Zahnwurzel und bildet nach der Einheilung im Knochen ein stabiles Fundament für die neuen Zähne, Brücken oder Prothesen.

Wie kommt das Implantat in den Mund?

Um die häufigste Frage zuerst zu beantworten: ohne Schmerzen! Die Behandlung erfolgt in der Regel ambulant bei örtlicher Betäubung und ist vergleichbar mit einer Zahnentfernung. Die Wunde heilt nach einigen Tagen ab.

Das Vorgehen:

Die „geschlossene Decke“ der Mundschleimhaut (also das Zahnfleisch) wird geöffnet. Dann wird mit einem speziellen Bohrer das für das Implantat genau passende Knochenfach geschaffen. Ist die Stelle ausreichend vorbereitet, wird das Implantat eingesetzt und die Mundschleimhaut darüber wieder verschlossen. Rund 2 bis 6 Monate brauchen Körper und Implantat in der Regel, um fest miteinander zu verwachsen. Unter bestimmten Umständen – wenn z.B. ein Knochenaufbau erforderlich ist, kann dies auch bis zu 9 Monaten dauern. Die Zeit zwischen der Implantation und dem Einpassen des definitiven Zahnersatzes wird durch ein Provisorium überbrückt, das während dieser Zeit das Kauen und Sprechen ermöglicht. In speziellen Fällen lässt sich ein Implantat auch sofort nach dem Einsetzen belasten. Dies ist beispielsweise bei der Verankerung einer Unterkiefervollprothese über Implantate möglich (siehe auch „Sofortversorgung – feste Zähne in 1 Stunde„), aber auch bei Ersatz von einzelnen Schneide- oder Eckzähnen.

Nach Einheilung wird – wieder unter lokaler Betäubung- die Mundschleimhaut direkt über dem Implantat geöffnet und ein „Pfosten“ auf die künstliche Zahnwurzel geschraubt. Darauf sitzt dann -ebenfalls fest verbunden- die Zahnkrone.

Wann ist ein Implantat sinnvoll?

Zuerst einmal sollte klar sein: Kein Zahnersatz ist so gut wie die eigenen gesunden Zähne! Das Interesse sollte also vor allem der Gesunderhaltung der natürlichen Zähne dienen und erst im Notfall, wenn ein eigener Zahn verloren ist, dem Zahnersatz.
Generell gilt: In der Regel kann jeder einzelne Zahn, der verloren geht, durch einen einzelnen „Ersatzzahn“ ausgeglichen werden. Dafür müssen aber im Gegensatz zu klassischem Zahnersatz keine eigenen Zähne als Stützen herhalten oder gar angeschliffen werden. Eine Krone, Brücke oder Prothese kann sich allein auf Implantate stützen – oder auf eine Trägerkombination aus Implantat einerseits und natürlichem Zahn andererseits.

  • Einzelne Schneidezähne oder Backenzähne fehlen:
    Ohne das Anschleifen der Nachbarzähne (wie bei einer konventionellen Brücke) werden die fehlenden Zähne einzeln ersetzt.
  • Backenzähne fehlen am Ende der Zahnreihe:
    Implantate bieten eine komfortable Alternative zu herausnehmbaren Teilprothesen. Auf den künstlichen Wurzeln wird festzementierbarer Zahnersatz verankert, ohne lästiges Herausnehmen nach dem Essen und unbequemer Gaumenplatte oder Unterzungenbügel.
  • Zahnloser Kiefer:
    Auch bei völlig zahnlosen Kiefern lassen sich Prothesen auf Implantaten sicher befestigen. Oberkiefer-Prothesen kommen dadurch- anders als bei herkömmlichem Zahnersatz- ohne Gaumenabdeckung aus, weshalb das Temperatur- und Geschmacksempfinden nicht mehr beeinträchtigt ist. Lästiges Kleben insbesondere im Unterkiefer entfällt.

Wieder lachen, wie man möchte, wieder essen, worauf man Lust hat!

Was kostet ein Implantat?

Natürlich kann man diese Frage nicht pauschal beantworten. Private Krankenversicherungen übernehmen in der Regel im Rahmen ihrer Vertragsbedingungen die Kosten für die Behandlung. Gesetzliche Krankenkassen beteiligen sich seit einiger Zeit an den Kosten für die Kronen, Brücken und Prothesen auf den Implantaten. Vor Behandlungsbeginn erhalten Sie von Ihrem Zahnarzt selbstverständlich einen detaillierten Heil- und Kostenplan bzw. Kostenvoranschlag, den Sie bei Ihrer Versicherung zur Klärung einreichen können.