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Dortmund Zahnarzt Dr. Henning Freitag Zahnarzt Dortmund
DGI 2010

Diabetes und Mundgesundheit | 20. Februar 2008

Wie Diabetes und Parodontitis zusammenhängen.

Im Vergleich zu den "klassischen" Begleiterkrankungen ist die Entzündung des Zahnhalteapparates als Folgeerkrankung der Diabetes weitgehend unbeachtet geblieben. Gegenwärtig tritt die Wechselbeziehung zwischen Diabetes und Parodontitis aber immer mehr in den Blickpunkt von Zahn- und Allgemeinmedizinern. Aktuelle Studien belegen: Die Parodontitis ist nicht nur eine Folgeerkrankung von Diabetes. Sie kann auch die Zuckerkrankheit negativ beeinflussen.

Die Auswirkungen des Diabetes fördern Parodontitis.

Die Diabeteserkrankung hat einen wesentlichen Einfluss auf die Mundgesundheit. Nach neueren Erkenntnissen ist bei Diabetikern im Vergleich zu Menschen ohne Diabetes das Risiko, an Parodontitis zu erkranken, um das Dreifache erhöht. Die Ursache für die Entstehung von Entzündungen am Zahnhalteapparat sind im wesentlichen die hohen Blutzuckerwerte. Bei zu hohen Blutzuckerwerten werden die kleinen und großen Blutgefäße in Mitleidenschaft gezogen, was auch die Widerstandskraft des Zahnhalteapparates schwächt und somit Infektionen begünstigt. Ein weiterer Grund ist - so wird vermutet - eine Beeinträchtigung des Immunsystems bei Diabetikern. Dadurch ist die Regenerationsfähigkeit des Zahnhalteapparates beeinträchtigt und Bakterien können sich in der Mundhöhle stärker vermehren.
Der Schweregrad der Zahnbettentzündung scheint vom zeitlichen Bestehen des Diabetes und dem Ausmaß der Zuckerwerte abhängig zu sein. Zahlreiche Studien haben nachgewiesen, dass Patienten mit einer langen Erkrankungsdauer und einem schlecht kontrollierten Typ-II-Diabetes schwerer parodontal erkrankt sind, als gut kontrollierte Diabetiker oder Nichtdiabetiker. Deshalb sollten sie gemeinsam mit ihrem Hausarzt versuchen, ihren Blutzucker im Normalbereich zu halten.

Parodontitis verschlimmert den Diabetes.

Doch nicht nur der Diabetes beeinflusst die Parodontitis - umgekehrt kann die Parodontitis ein zusätzlicher Risikofaktor für den Diabetes sein. So hat sich gezeigt: Bei einer nicht behandelten Zahnfleischerkrankung verstärken die Entzündungsherde im Mund die Insulinresistenz der Zellen und tragen zu einer Verschlechterung der Blutzuckerwerte bei. Außerdem beeinflussen sie die Einstellung des Blutzuckers negativ.

Darüber hinaus wird die Parodontitis mit anderen Folgerkrankungen des Diabetes in Zusammenhang gebracht - besonders mit arteriellen Verschlusskrankheiten, wie einem Herzinfarkt oder Schlaganfall. Untersuchungen zeigen, dass neben bekannten Risikofaktoren, wie Bluthochdruck, Rauchen und Übergewicht, auch chronische Infektionen arterielle Verschlusskrankheiten auslösen können. In erkrankten Blutgefäßen konnten Bakterien nachgewiesen werden, die aussschließlich in entzündeten Zahnfleischtaschen vorkommen.

Was Diabetiker gegen Parodontitis tun können.

Diabetiker, die auf ihre Mundgesundheit achten, verringern das Risiko für erhöhten Blutzucker und somit auch die Gefahr diabetischer Folgeerkrankungen. Um das Parodontitisrisiko einzudämmen, gibt es zahlreiche Vorbeugemaßnahmen, die für Diabetespatienten geeignet sind.

Die Grundlage ist eine gründliche Mundpflege, verbunden mit regelmäßigen zahnärztlichen Kontrolluntersuchungen.
Eine spezielle Prophylaxemaßnahme, die besonders effektiv Zahnbetterkrankungen bekämpft, ist die Professionelle Zahnreinigung (PZR) PZR . Sie hilft, die Parodontitis zu verhindern oder bestehende Zahnfleischentzündungen abklingen zu lassen.
In besonders schweren Parodontitisfällen führt der Zahnarzt eine Parodontaltherapie Parodontaltherapie durch. Anhand von Studien konnte bewiesen werden, dass bei Patienten, mit gut eingestelltem Blutzucker, eine Parodontaltherapie genauso erfolgreich ist, wie bei Personen ohne diese Begleiterkrankung.

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