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Eine Vielzahl von Hilfsmitteln, richtig und konsequent angewandt, bannt Zahnschäden und sorgt für gutes Klima im Mund. Professionelle Unterstützung gibt es beim Zahnarzt.
Sorgfalt entscheidet
Der Bürstenkopf der Zahnbürste sollte kurz sein, damit man mit ihm alle Ecken und Winkel im Mund erreicht. Während bei den abgerundeten Borsten im Allgemeinen >weich< empfohlen wird, bleibt der Bürstengriff der persönlichen Vorliebe überlassen. Alle zwei Monate sollte die alte gegen eine neue Zahnbürste ausgetauscht werden!
Die akku- oder batteriebetriebene Zahnbürste macht das Zähneputzen bequemer und wissenschaftlichen Untersuchungen auch effektiver. Die empfohlene Rütteltechnik erledigen die meisten Elektrozahnbürsten automatisch mit oszillierenden Bewegungen. Manche gehen allerdings weit über die Möglichkeiten der Handzahnbürste hinaus. So verfügen neueste Modelle über ein integriertes Computer-Display, das nicht nur automatisch das Ende der zahnärztlich empfohlenen Putzzeit von zwei Minuten meldet, sondern je nach aufgestecktem Bürstenkopf die entsprechende Reinigungsstufe einstellt. Die Akkuzahnbürsten mit sog. Schalltechnologie eignen sich zur Entfernung von Zahnbelägen an besonders schwer erreichbaren Stellen, vor allem während einer kieferorthopädischen Behandlung, nach einer Implantatversorgung oder einfach für Menschen mit mäßigem Putzeifer. Der Bürstenkopf schwingt bis zu 31.000 Mal pro Minute in Kombination mit einem weiten Bürstenkopfausschlag. Nichtsdestotrotz: Über Erfolg oder Misserfolg beim Putzen entscheidet unabhängig vom Zahnbürstenmodell letztendlich immer noch die persönliche Sorgfalt.
Fluorid ist ein Muss
Wichtig ist das die Zahnpasta Fluoride enthält - maximal 1.500 ppm (parts per million), wobei die bessere Wirkung dem etwas teuereren Aminfluorid zugeschrieben wird. Verzichtet man auf das Ausspülen nach dem Putzen, kann der Fluoridierungseffekt sogar noch gesteigert werden.
Quietschen, ein gutes Zeichen
Für enge Zahnzwischenräume ist Zahnseide die optimale Reinigungshilfe - am besten einmal am Tag. Wenn sie quietscht, heißt das: die Zahnoberflächen sind sauber. Die ungewachste Zahnseide fasert sich im Zahnzwischenraum auf, die gewachste nicht. Letztere ist für Anfänger leichter zu handhaben, aber in der Effektivität sind beide gleich. Für die Reinigung unter Brücken empfiehlt sich Zahnseide mit flauschigem Mittelteil und verstärkten Enden, z.B. Superfloss.
Bei größeren Zwischenräumen, besonders im Seitenzahnbereich und hier vor allem an Implantaten, sind Zahnzwischenraumbürstchen überlegen. Es gibt sie in unterschiedlichen Größen. Sie sehen aus wie kleine Flaschen- oder Pfeifenreiniger und funktionieren auch nach dem gleichen Prinzip. Nach jeder Benutzung werden sie unter fließendem Wasser gereinigt.
Profis putzen lassen
Trotz aller Sorgfalt bei der häuslichen Mund- und Zahnpflege weist das Gebiß unzählige Pflegehindernisse und sog. Schmutznischen auf. Ausgehend von diesen, beim Zähneputzen übergangenen Bereichen, sowie nicht wegputzbaren Verfärbungen durch das Rauchen und/oder Kaffee- und Teetrinken entstehen gefährliche Zahnfleicherkrankungen (Parodontitiden). Zahnmedizinsche Fachkräfte entfernen mit Ultraschallgeräten, Handinstrumenten, kleinen Bürstchen und Zahnseide bakterielle Beläge und Zahnstein von den Zahnoberflächen und aus den so gefährdeten Zahnzwischenräumen. Verfärbungen und mikrobielle Beläge werden mit Pulverstrahlgeräten schmerzfrei entfernt. Zum Schluß erfolgen eine Politur und Fluoridversiegelung der Zähne. http://www.dr-freitag.de/Prophylaxe |